RESSEL Bauwerksabdichtung — Nordrhein-Westfalen
Bauwerksabdichtung in Marl
Kellerabdichtung, Horizontalsperren und Rissverpressung in Marl. Mineralisches BORGWALL-System nach DIN 18533 — abgestimmt auf sandige Böden, Lippeaue und Chemieparkeinflüsse.
Feuchtigkeitsschäden in Marl — Ursachen und Risiken
Marl liegt am nördlichen Rand des Ruhrgebiets im Übergang zur Lippe-Niederung und vereint geologische Bedingungen, die für die Bauwerksabdichtung eine besondere Herausforderung darstellen. Der Untergrund besteht überwiegend aus sandigen und kiesigen Ablagerungen der Lippe-Terrassen, durchsetzt mit eingelagerten Schluff- und Tonlinsen. Diese heterogene Bodenstruktur führt zu ungleichmäßigem Wasserabfluss: Während die Sandschichten Niederschlagswasser schnell versickern lassen, stauen die Tonlinsen es lokal und erzeugen Schichtenwasserhorizonte, die seitlich gegen Kellerwände drücken. In der Lippeaue südlich des Stadtzentrums — in den Bereichen Sickingmühle und Loemühle — liegt der Grundwasserspiegel saisonal nur einen Meter unter der Geländeoberkante. Nach längeren Niederschlagsperioden oder bei Hochwasser der Lippe steigt er bis an die Unterkante der Bodenplatten. Keller in diesen Gebieten stehen zeitweise im Grundwasser, ohne dass die Abdichtung dafür ausgelegt wurde. Die Nähe zum Chemiepark Marl — einem der größten Chemiestandorte Europas mit über 100 Jahren Industriegeschichte — bringt eine zusätzliche Dimension: In den Einzugsbereichen des Industriegeländes finden sich Bodenkontaminationen aus der Chemieproduktion, darunter chlorierte Kohlenwasserstoffe, Phenole und Schwermetalle. Diese Substanzen können herkömmliche Kunststoff- und Bitumenabdichtungen chemisch angreifen und deren Lebensdauer drastisch verkürzen. Im östlichen Stadtgebiet — Hamm und Sinsen — zeigen sich Auswirkungen des ehemaligen Steinkohlebergbaus: Die Zeche Auguste Victoria, die bis 2015 Kohle förderte, hat Bergsenkungen verursacht, die den Grundwasserspiegel lokal beeinflusst haben. Seit der Stilllegung steigt das Grubenwasser an, was in den kommenden Jahren zu einem weiteren Anstieg des Grundwasserspiegels führen wird. Für Gebäudeeigentümer in Marl ergibt sich daraus eine doppelte Belastung: sandige Böden mit schwer vorhersagbarem Wasserandrang und industriell vorbelastetes Erdreich.
Bausubstanz und Gebäudetypen in Marl
Marl besitzt eine Bausubstanz, die sich grundlegend von den klassischen Bergbaustädten des Ruhrgebiets unterscheidet. Das Stadtbild wird von der Idee der „Neuen Stadt" geprägt — einem stadtplanerischen Konzept der 1960er und 1970er Jahre, das Marl zu einer der architektonisch markantesten Kommunen Nordrhein-Westfalens machte. Das Rathaus von den Architekten van den Broek und Bakema, die Skulpturenmuseum-Glaskasten-Architektur und die Großwohnanlage Hülsbergstraße sind Zeugnisse dieser Epoche. Die Wohnsiedlungen jener Zeit — Bresserhof, Hüls-Süd, Drewer-Nord — bestehen aus Betonplattenbauten, Zeilenbauten und Punkthochhäusern mit großflächigen Tiefgaragen. Die Bodenplatten und Kellerwände dieser Gebäude wurden mit den damaligen Abdichtungstechniken ausgeführt: Bitumenbahnen auf Beton, ohne Schutzschicht und ohne Berücksichtigung des saisonal schwankenden Grundwasserspiegels der Lippe-Terrasse. Nach 50 bis 60 Jahren stehen viele dieser Abdichtungen vor dem Totalversagen. In Alt-Marl rund um die Marler Mitte und in Brassert existiert eine ältere Bausubstanz aus der Bergbauepoche: Zechensiedlungen der Zeche Auguste Victoria aus der Zeit zwischen 1900 und 1930, erbaut im typischen Backsteinreihenhaus-Stil mit flachen Kellern. Die Horizontalsperren dieser Gebäude bestehen aus einer einzelnen Lage Teerpappe, die in den sandigen Böden Marls besonders schnell degradiert, weil das kapillar aufsteigende Wasser hier weniger salzhaltig ist und den Teer nicht konservierend durchsetzt. In Polsum und Sinsen stehen Einfamilienhaussiedlungen der 1980er und 1990er Jahre, deren Abdichtung nach damaligem Standard erfolgte, den steigenden Grubenwasserspiegeln nach der Schließung von Auguste Victoria aber nicht gewachsen ist. Die Siedlung Frentrop am südlichen Stadtrand liegt direkt in der Lippeaue — hier sind Keller ohne Abdichtung gegen drückendes Wasser praktisch unbewohnbar.
Unsere Leistungen in Marl
RESSEL Bauwerksabdichtung bietet in Marl und Umgebung das gesamte Abdichtungsspektrum — von der kristallinen Innenabdichtung im Zechensiedlungskeller über die Sanierung von Tiefgaragen in Großwohnanlagen bis zur Außenabdichtung bei Einfamilienhäusern in der Lippeaue. Jedes Projekt wird auf die spezifischen Boden- und Grundwasserverhältnisse Marls abgestimmt.
Kellerabdichtung außen
Professionelle Außenabdichtung von Kellermauerwerk nach DIN 18533. Freilegung der Kellerwände, Aufbringen mineralischer Dichtungsschlämme und fachgerechte Drainage zum dauerhaften Schutz gegen drückendes und nichtdrückendes Wasser.
Kellerabdichtung innen (kristallin)
Innenseitige Abdichtung mit kristallinen Dichtungssystemen. Das BORGWALL-Mineralsystem dringt tief in die Kapillaren des Mauerwerks ein und bildet eine dauerhafte, atmungsaktive Sperrschicht — ohne Freilegung von außen.
Sockelabdichtung
Schutz des Übergangsbereichs zwischen Fundament und aufsteigendem Mauerwerk. Mineralische Abdichtung des Sockelbereichs gegen Spritzwasser, Bodenfeuchtigkeit und kapillar aufsteigende Nässe.
Balkonabdichtung
Fachgerechte Abdichtung von Balkonen, Terrassen und Loggien. Schutz vor Wassereinbruch in die darunterliegende Konstruktion durch mineralische Beschichtungssysteme mit hoher Rissüberbrückung.
Rissverpressung
Injektionsverfahren zur dauerhaften Abdichtung von Rissen in Beton und Mauerwerk. Drucklose oder druckbehaftete Verpressung mit mineralischen Injektionsmitteln bei wasserführenden Rissen und Arbeitsfugen.
Horizontalsperre
Nachträgliche Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Injektionsverfahren mit mineralischen Sperrstoffen direkt in die Lagerfugen des Mauerwerks — ohne statische Eingriffe in die Bausubstanz.
Tiefgaragenabdichtung
Abdichtung von Tiefgaragen, Unterführungen und erdberührten Bauteilen im Gewerbe- und Wohnungsbau. Mineralische Systeme für Bodenplatten, Wände und Decken nach DIN 18533 — auch bei drückendem Grundwasser.
Darauf können Sie sich verlassen
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DIN 18533
Normkonforme Abdichtung
Mineralisches System
BORGWALL™ Abdichtung
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RESSEL Bauwerksabdichtung GmbH setzt in Marl das BORGWALL-Mineralsystem ein — ein kristallines Abdichtungsverfahren, das für die besonderen Bodenverhältnisse der Stadt entscheidende Vorteile bietet. Die sandigen Böden der Lippe-Terrasse lassen Wasser schnell versickern und an Kellerwände treten, aber auch ebenso schnell wieder abziehen. Diese zyklische Belastung — permanent wechselnd zwischen feucht und trocken — überfordert starre Abdichtungssysteme: Bitumenbahnen verspröden durch die Trocknungszyklen und reißen, Kunststofffolien verlieren ihre Haftung am Untergrund. Das BORGWALL-System dagegen ist kapillaraktiv und arbeitet mit der Feuchtigkeit, statt gegen sie. Bei Wasserandrang bilden die mineralischen Wirkstoffe kristalline Strukturen, die das Porengefüge verschließen. In Trockenphasen ruhen die Kristalle, ohne ihre Struktur zu verlieren. Dieser zyklische Mechanismus ist den sandigen Wechselverhältnissen in Marl ideal angepasst. Für die Bereiche mit Bodenkontamination im Einflussgebiet des Chemieparks gilt: Das BORGWALL-System ist rein anorganisch-mineralisch. Es enthält keine Polymere, Weichmacher oder organischen Bindemittel, die durch Lösungsmittel oder chlorierte Kohlenwasserstoffe aus dem Erdreich abgebaut werden könnten. Die kristallinen Wirkstoffe sind chemisch inert gegenüber den typischen Kontaminanten der Chemieproduktion. Alle Projekte in Marl führen wir nach DIN 18533 aus. Die Wassereinwirkungsklassen erfassen wir messtechnisch vor Ort — in der Lippeaue arbeiten wir häufig mit W3-E und W4-E (drückendes Wasser), in den Sandterrassen-Gebieten mit W1-E und W2-E (Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser). Die steigende Grubenwassersituation nach der Schließung von Auguste Victoria berücksichtigen wir bei der Planung langfristig, indem wir eine höhere Wassereinwirkungsklasse als die aktuelle Situation erfordert einplanen.
Unser Einsatzgebiet in Nordrhein-Westfalen
Wir sind in folgenden Städten in Nordrhein-Westfalen für Sie im Einsatz:
- Marl (aktuell)
- Essen
- Herten
- Recklinghausen
- Gelsenkirchen
- Herne
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielen die sandigen Böden in Marl für Feuchtigkeitsschäden?
Beeinflusst der Chemiepark Marl die Wahl der Abdichtung?
Was kostet eine Bauwerksabdichtung in Marl?
Steigt das Grundwasser in Marl durch die Schließung der Zeche Auguste Victoria?
Wie werden die Tiefgaragen in den Marler Großwohnanlagen saniert?
Feuchtigkeitsproblem in Marl?
Saisonal überfluteter Keller in der Lippeaue, degradierte Tiefgarage in Drewer-Nord, aufsteigende Feuchtigkeit in einer Auguste-Victoria-Siedlung in Brassert oder Kontaminationsproblematik nahe dem Chemiepark — RESSEL Bauwerksabdichtung entwickelt für jeden Standort in Marl ein maßgeschneidertes Abdichtungskonzept mit dem BORGWALL-Mineralsystem. DIN-18533-konform, chemisch beständig, atmungsaktiv und auf die sandigen Wechselbodenverhältnisse der Lippe-Region ausgelegt. Die Erstberatung inklusive Vor-Ort-Feuchtigkeitsmessung ist kostenlos. Rufen Sie an unter tel:+4934901529271, schreiben Sie an mailto:naumann@ressel.gmbh oder kontaktieren Sie uns per WhatsApp: https://wa.me/4915114159602. Antwort innerhalb von 24 Stunden.